Ich entdecke Glasgow derzeit neu. Es scheint hier richtige Parallelwelten zu geben. Da ist die Welt der arbeitenden Bevoelkerung auf der einen Seite, volle Zuege und Strassen zu Hauptverkehrszeiten; Kino, Theater, Konzert, Kneipe am Abend.

Und dann gibt's da ein anderes Glasgow, das mir auch nach 10 Residenzjahren voellig neu ist. Das Glasgow der Muetter und Kinder. Zahllose Kaffees in ausgewaehlten Cafes, Bounce and Rhyme in der Buecherei, Baby Massage, Baby Yoga, Postnatale Fitnesskurse, Waterbabies, Babyscreamings, pardon, Babyscreenings im Kino, Einkaufszentren mit Stillraeumen, coffee mornings, mums and toddler Gruppen. Kneipen mit "Families welcome" am Eingang. Mehr zu all dem hoffentlich in den naechsten Tagen.

Es ist ein anderes Glasgow, und ich staune noch schwer, was es so alles gibt. Und mami lernt schnell: denn mit Cubling im Schlepptau kann ein Ausflug in die Grossstadtwildnis ein Alptraum werden, mit Planung und strategischen Babystopps auf dem Weg kann das vermieden werden. Lustig wird's aber dennoch ab und an. Heute waren wir in einer Kneipe, aus der wir postwendend rausgeschmissen wurden, weil sie keine Lizenz fuer Kinder habe. Ich konnte mir den Kommentar nicht verkneifen, dass das doch sehr schade sei, weil Cubling sich doch so auf den doppelten Whiskey gefreut hatte. Wenigstens war die Kneipe nebenan familienfreundlich und Cubling kam zu ihrem ersten schottischen Lager. Wie viele pints sind in einem Cubling? 10 glaube ich. Tendenz: steigend.